Wie ist es um das Ehrenamt in Langenfeld bestellt?

Arlette Fleischer, sozpol. Sprecherin

„Die FDP-Fraktion ist erfreut zu hören, dass die Verwaltung aktuell an der Einführung der Ehrenamtskarte arbeitet. Ein entsprechender Antrag unserer Fraktion ist leider im letzten Jahr gescheitert, nun folgt die Verwaltung trotzdem diesen Antrag und bearbeitet das Thema.“ Kommentiert Alexander Berg, sozialpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion, die Antwort der Verwaltung auf die jüngste Anfrage der FDP-Fraktion zum aktuellen Stand der Ehrenamtsbefragung.

„Sehr ärgerlich ist allerdings die Tatsache, dass die Verwaltung vorschlägt, die Ehrenamtsbefragung nicht durchzuführen. Bereits 2023 hat die FDP-Fraktion eine Ehrenamtsbefragung im Haupt- und Finanzausschuss beantragt. Dieser Antrag ist auch einstimmig angenommen worden. Passiert ist bis Mitte letzten Jahres nichts. Grund genug für die FDP-Fraktion im September letzten Jahres einen Antrag zu stellen, diese Umfrage im ersten Quartal 2026 durchzuführen. Auch dieser Antrag wurde einstimmig angenommen. Aus unserer Sicht ist die Einführung der Ehrenamtskarte ein mögliches Teilergebnis der Befragung. Deswegen die Befragung nicht durchzuführen ist klar zu kurz gesprungen und verhindert, weitere Anliegen der Ehrenamtlichen zu erkennen und ihnen nachzugehen.“ Erläutert Alexander Berg, die aktuelle Antragslage.

„Viele Langenfelder Vereine beklagen rückläufige Mitgliederzahlen. Es wird immer schwieriger ehrenamtlich Interessierte für Tätigkeiten und Funktionen in Vereinen und Organisationen zu  finden. Durch diese Tatsache wird das sehr wichtige ehrenamtliche Engagement in unserer Stadt negativ beeinflussen. Das Thema „mangelnde Wertschätzung“ des Ehrenamtes wird ebenfalls immer wieder von Vereinen beklagt. Deshalb ist die Ehrenamtsbefragung aus unserer Sicht unerlässlich, um zu erfahren, wie man aus Sicht der Vereine, der Organisationen und deren Mitgliedern die Rahmenbedingungen für ehrenamtliche Tätigkeiten in Langenfeld verbessern kann.  Zusätzlich sollte die Befragung auch eine Antwort auf die Frage liefern, warum  Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt nicht ehrenamtlich aktiv sind. Wir müssen jetzt  erfahren, was sowohl für die Vereine und Organisationen getan werden muss, um das Ehrenamt noch besser zu fördern.“ Ergänzt Arlette Fleischer, sozialpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion.