FDP-Fraktion hält an Ehrenamtsbefragung fest
Empört reagiert die Langenfelder FDP-Fraktion auf eine Verwaltungsvorlage für den nächsten Haupt- und Finanzausschuss. In dieser Vorlage schlägt die Verwaltung vor, eine bereits seit 2023 beschlossen Ehrenamtsbefragung nicht durchzuführen.
„Im Mai 2023 ist der Haupt- und Finanzausschuss einstimmig einem Antrag der FDP-Fraktion gefolgt, in dem die Durchführung einer Ehrenamtsbefragung gefordert wurde. Ziel der Befragung war, die 2012 sehr erfolgreich durchgeführte Ehrenamtsbefragung zu wiederholen, um zu erfahren, wie man aus Sicht der Vereine, der Organisationen und deren Mitgliedern die Rahmenbedingungen für ehrenamtliche Tätigkeiten in Langenfeld verbessern kann. Zusätzlich sollte die Befragung auch eine Antwort auf die Frage liefern, warum Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt nicht ehrenamtlich aktiv sind. Seitens der Verwaltung wurde der Antrag begrüßt. Marion Prell, damals erste Beigeordnete der Stadt, kommentierte das Ergebnis mit den Worten: „Damit rennen Sie bei uns offene Türen ein.“. Leider ist bis 2025 nichts passiert.“ Beschreibt Frank Noack, Ratsherr der FDP-Fraktion den Sachstand bezüglich der Ehrenamtsbefragung. „Um die Befragung endlich durchzuführen, hatten wir im September 2025 im Rat beantragt, die seit 2023 beschlossene Befragung, im ersten Quartal 2026 durchzuführen. Dieser Antrag wurde ohne Hinweise der Verwaltung auf einen möglichen Ressourcenmangel einstimmig angenommen.“
„Insofern sind wir ziemlich empört, wenn die Verwaltung nun behauptet, dass das Ziel der Ehrenamtsbefragung die Einführung der Ehrenamtskarte gewesen sein soll. Das ist einfach falsch. Ein Blick in die Antragslage und die Protokolle zeigt auf, das es sich um eine falsche Argumentation handelt. Im Mai letzten Jahres wurde ein, von uns unabhängig zur Ehrenamtsbefragung eingereichter Antrag zur Einführung einer Ehrenamtskarte von der Mehrheit mit Hinweis auf die Ehrenamtsbefragung abgelehnt. Hintergrund war, das in der Umfrage unter ehrenamtlich Tätigen von 2012 die Ehrenamtskarte seinerzeit abgelehnt wurde, vielmehr hätten sich die Ehrenamtlichen Fortbildungsmöglichkeiten gewünscht.
Insofern begrüßt die FDP-Fraktion zwar die Einführung der Ehrenamtskarte hält aber an der Ehrenamtsbefragung fest, um zu erfahren wo Ehrenamtlichen, Organisationen und Bürgerinnen und Bürgern der Schuh drückt.“ Ergänzt Max Decker, ebenfalls Ratsherr der FDP-Fraktion.