FDP Langenfeld

FDP Fraktion: Anfrage zur Kreuzung Schulstraße/Hochstraße und Talstraße

Anfrage zur nächsten Sitzung des Bau- und Verkehrsausschuss
- Kreuzung Schulstraße/Hochstraße und Talstraße –

Sehr geehrter Herr Dr. Herweg,
sehr geehrte Damen und Herren,

bitte lassen Sie im Hinblick auf die o.g. Kreuzung folgende Anfrage in der nächsten Sitzung des Ausschusses beantworten:

  • Wie hoch sind die laufenden Kosten für den Unterhalt der Ampelanlage (insbesondere Wartung, Strom)?

 

  • Welche Verkehrsverstöße sind in den letzten Jahren bekannt geworden (wenn möglich bitte mindestens drei Jahre zurückgehen)? Insbesondere: Sind Geschwindigkeitsübertretungen und/oder Rotlichtverstöße bekannt geworden?

 

  • Bestehen aus Sicht der Verwaltung Gründe, die den Fortbestand einer Lichtzeichenanlage i.S.v. § 37 StVO zwingend erforderlich machen?

 

  • Wie ließe sich an besagter Kreuzung ein Kreisverkehr baulich einrichten und mit welchen Kosten wäre dies verbunden? Falls das vorhandene Platzangebot ein Problem darstellen sollte: Könnte die Einrichtung eines „Minikreisverkehrs“ mit überfahrbarer, jedoch erhöhter und optisch kenntlich gemachter Mitte eine Lösung darstellen?

 

Die Beantwortung dieser Anfrage darf gerne zum Protokoll gegeben werden und muss nicht mündlich erfolgen.

 

Begründung:

Der Verkehr an der Kreuzung Schulstraße/Hochstraße und Talstraße wird – auch noch spät abends – durch den Betrieb einer Ampelanlage (Lichtzeichenanlage i.S.v. § 37 StVO) geregelt. An der Kreuzung der Talstraße zur Metzmacherstraße befindet sich hingegen ein Kreisverkehr.

Kreisverkehre haben gegenüber Kreuzungen, die durch Ampelanlage geregelt werden, den Vorteil einer meist höheren Verkehrssicherheit. Diese wird insbesondere durch niedrigere Durchfahrtsgeschwindigkeiten bedingt. Auch Unfälle laufen deshalb meist glimpflicher ab. Die Zahl der Konfliktpunkte an Kreisverkehren (z.B. zwischen Fußgängern und fließendem Verkehr) ist ebenfalls häufig niedriger. Bei hohem Verkehrsaufkommen und/oder geringem Platz kann ein Kreisverkehr hingegen problematisch sein.

An besagter Kreuzung gilt Tempo 30. Nichtsdestotrotz ist häufig zu beobachten, wie hiergegen verstoßen wird. Insbesondere die umschaltende Ampelanlage verleitet manche Verkehrsteilnehmer dazu, noch einmal Gas zu geben. Gleichzeitig erscheint es – gerade zu ungewöhnlichen Tageszeiten – nicht zwingend notwendig, stets an besagter Kreuzung zum Stehen zu kommen. Das Verkehrsaufkommen ist zudem gering, was für die Einrichtung eines Kreisverkehres spricht. Zum Schutz der Fußgänger käme die Installation von sog. Zebrastreifen (Fußgängerüberwege i.S.v. Richtzeichen 350-10) in Betracht. Dies erschiene uns insbesondere mit Blick auf die Sicherheit der Verkehrssituation als Schulweg (Don-Bosco- und Friedrich-Fröbel-Schule) richtig und wichtig. Deshalb sollte die Mittelinsel im Falle einer Umsetzung auch selbst bei Einrichtung eines sogenannten „Minikreisverkehrs“ allenfalls mit Schrittgeschwindigkeit überfahren werden können (idealerweise gar nicht).

Uns Freidemokraten scheint ein Kreisverkehr als bessere Lösung der örtlichen Verkehrssituation zumindest in Betracht zu kommen. Die FDP-Fraktion zieht deshalb in Erwägung, den Austausch der Ampelanlage gegen eine Kreisverkehrregelung zu beantragen.

Diese Anfrage dient der Vorbereitung eines möglichen Antrages.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen,

- Beate Wagner (Ratsfrau)

- Bettina Kramer (Sachkundige Bürgerin)

- Dr. Mirko Bange (Sachkundiger Bürger/Ansprechpartner)

 

Die Anfrage zum Download: